Eine Omnichannel-Strategie mit KI-Gesichtsanalyse ermöglicht es Kosmetikmarken und -händlern, ihren Kundinnen und Kunden über Onlineshop, mobile Anwendungen und stationären Handel hinweg ein einheitliches, personalisiertes Einkaufserlebnis zu bieten.

Dabei muss die Customer Journey nicht auf jedem Kanal gleich aussehen. Auf einer Website kann die schnelle Suche nach passenden Hautpflegeprodukten im Mittelpunkt stehen. Eine mobile Anwendung ermöglicht einen bequemen, wiederholten Zugriff auf personalisierte Funktionen. Im Geschäft kann die Gesichtsanalyse sowohl zur selbstständigen Nutzung als auch zur Unterstützung einer persönlichen Kosmetikberatung eingesetzt werden.

Der entscheidende Vorteil einer Omnichannel-Lösung liegt darin, dieselbe Grundlage für Hautanalyse und Produktempfehlungen über mehrere Kanäle hinweg zu nutzen, während die Benutzerführung an die jeweilige Einkaufssituation angepasst wird.

Table of Contents

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine Omnichannel-Strategie verbindet personalisierte Einkaufserlebnisse über digitale und stationäre Kontaktpunkte hinweg, anstatt jeden Kanal isoliert zu betrachten.
  • Dieselbe KI-Gesichtsanalyse kann auf Websites, in mobilen Anwendungen und im Geschäft eingesetzt werden, ohne dass die Benutzeroberflächen identisch sein müssen.
  • Einheitliche Begriffe für Hautmerkmale, abgestimmte Produktdaten und gemeinsame Personalisierungsprinzipien sorgen für ein konsistenteres Kundenerlebnis.
  • Die Benutzerführung sollte an den jeweiligen Kanal angepasst werden: Onlineshop, mobile App und stationärer Handel erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
  • Ein kanalübergreifendes Erlebnis erfordert nicht automatisch Kundenkonten, gespeicherte Gesichtsbilder oder eine gemeinsame Kundenidentität.
  • Skinive bietet derzeit ein einsatzbereites Web-Widget, ein Web-SDK und eine API. Native SDKs für iOS und Android sind geplant.
  • Das Skinive-Dashboard erfasst Hautanalysen, Nutzer, Produktklicks und Verkaufs-Conversions. Weitere kanalübergreifende Auswertungen hängen von den Systemen des jeweiligen Unternehmens ab.
  • Eine schrittweise Einführung lässt sich in der Regel besser bewerten als die gleichzeitige Implementierung auf allen Kanälen.

Was bedeutet Omnichannel im Kosmetikhandel?

Omnichannel bezeichnet einen Ansatz, bei dem digitale und stationäre Vertriebskanäle so aufeinander abgestimmt werden, dass Kundinnen und Kunden ein zusammenhängendes Einkaufserlebnis erhalten.

Ein Kosmetikunternehmen kann beispielsweise bereits über folgende Kanäle verfügen:

  • Einen Onlineshop
  • Eine mobile App
  • Stationäre Geschäfte
  • Kosmetiktheken und Beratungsbereiche
  • Kundenkonten oder weitere digitale Kontaktpunkte

Mehrere Vertriebskanäle anzubieten, bedeutet zunächst nur Multichannel.

Von Omnichannel spricht man, wenn diese Kanäle auf gemeinsamen Prinzipien für Kundenansprache, Personalisierung und Produktempfehlungen beruhen.

Bei der KI-gestützten Personalisierung von Hautpflege kann dies bedeuten, dass dieselbe Gesichtsanalyse überall dort eingesetzt wird, wo Kundinnen und Kunden Unterstützung bei der Auswahl passender Produkte benötigen.

Multichannel und Omnichannel im Kosmetikhandel: Was ist der Unterschied?

Der wesentliche Unterschied liegt in der Abstimmung der einzelnen Kanäle.

BereichMultichannelOmnichannel
VertriebskanäleMehrere Kanäle sind vorhandenDie Kanäle sind Teil eines abgestimmten Kundenerlebnisses
GesichtsanalyseSeparate Funktionen auf einzelnen KanälenGemeinsames Personalisierungskonzept
Ergebnisse der HautanalyseKönnen unterschiedlich dargestellt werdenEinheitliche Begriffe und nachvollziehbare Ergebnisse
ProduktinformationenKönnen unabhängig voneinander verwaltet werdenKönnen kanalübergreifend abgestimmt werden
BenutzerführungFür jeden Kanal separat entwickeltKanalspezifisch, aber auf gemeinsamen Prinzipien aufgebaut
Customer JourneyBeginnt beim Kanalwechsel häufig von vornKann bei entsprechender technischer Umsetzung fortgesetzt werden
ErfolgsmessungÜberwiegend kanalbezogenKanalbezogene und, soweit zuverlässig möglich, kanalübergreifende Auswertung

Omnichannel bedeutet also nicht, dass jede Benutzeroberfläche gleich aussehen muss.

Entscheidend ist, welche Elemente einheitlich bleiben und welche an den jeweiligen Kanal angepasst werden sollten.

Warum ist Omnichannel für Kosmetikmarken wichtig?

Die Suche nach passenden Hautpflegeprodukten findet selten ausschließlich auf einem einzigen Kanal statt.

Eine Kundin informiert sich beispielsweise zunächst online über Hautpflegeprodukte, erhält personalisierte Empfehlungen, vergleicht später weitere Produkte auf ihrem Smartphone und besucht schließlich ein Geschäft.

Ein anderer Kunde beginnt mit einer persönlichen Kosmetikberatung und setzt seine Produktsuche anschließend im Onlineshop fort.

Bei jedem Kanalwechsel besteht jedoch die Gefahr, dass die bisherige Orientierung verloren geht.

Produktbezeichnungen unterscheiden sich möglicherweise. Empfehlungen sind nicht aufeinander abgestimmt. Die Kundschaft muss sich erneut durch ein umfangreiches Sortiment arbeiten.

Eine Omnichannel-Strategie für personalisierte Hautpflege soll diese Brüche reduzieren.

Eine KI-Gesichtsanalyse kann dabei einen wiedererkennbaren Ausgangspunkt schaffen:

KI-Gesichtsanalyse → Verständliche Ergebnisse zu sichtbaren Hautmerkmalen → Passende Produktempfehlungen

Die Benutzeroberfläche und der nächste Schritt können anschließend an den jeweiligen Kanal angepasst werden.

Eine KI-Gesichtsanalyse für drei unterschiedliche Vertriebskanäle

Dasselbe Personalisierungskonzept kann im Onlinehandel, in mobilen Anwendungen und im stationären Geschäft unterschiedliche Aufgaben erfüllen.

KanalHauptaufgabeTypischer nächster Schritt
OnlineshopDie Suche nach passenden Hautpflegeprodukten erleichternRelevante Produktseiten aufrufen
Mobile AnwendungBequemen Zugang zu personalisierten Hautpflegefunktionen bietenWeitere Produkte oder Hautpflegeinhalte entdecken
Stationärer HandelSelbstständige Produktsuche oder persönliche Beratung unterstützenPassende Produkte im Geschäft ansehen

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen der gemeinsamen Personalisierungstechnologie und dem jeweiligen Kundenerlebnis.

E-Commerce: Von der Hautanalyse zu passenden Produkten

In einem Onlineshop befinden sich Kundinnen und Kunden bereits in einer Einkaufsumgebung.

Deshalb sollte der Weg von der Gesichtsanalyse zu relevanten Produkten möglichst kurz sein.

Skinive bietet ein einsatzbereites Web-Widget für die schnelle Integration in Websites. Für individuellere Implementierungen stehen das Web-SDK und die API zur Verfügung.

Die technischen Möglichkeiten und Anwendungsfälle werden ausführlich im Artikel „KI-Gesichtsanalyse für Onlineshops: So personalisieren Sie den Einkauf von Hautpflegeprodukten“ erläutert.

Für eine Omnichannel-Strategie ist vor allem eines entscheidend:

Die Website sollte dieselbe Personalisierungslogik nutzen wie andere Kanäle, die Produktsuche jedoch gezielt auf den Online-Einkauf ausrichten.

Mobile Apps: Personalisierung für unterwegs

Mobile Anwendungen bieten andere Möglichkeiten der Kundeninteraktion als klassische Onlineshops.

Die Gesichtsanalyse kann in eine bestehende mobile Anwendung eingebunden werden. Skinive stellt hierfür derzeit ein Web-SDK und eine API bereit. Native SDKs für iOS und Android sind geplant.

Die mobile Benutzeroberfläche muss nicht die Website nachbilden.

Stattdessen sollte sie darauf ausgerichtet sein, welche Rolle die App innerhalb der Customer Journey erfüllt.

Ausführliche Informationen finden Sie im Artikel „KI-Gesichtsanalyse für Kosmetik- und Hautpflege-Apps: Integration und Anwendungsbeispiele“.

Stationärer Handel: Digitale Personalisierung und persönliche Beratung verbinden

Der stationäre Handel bietet Möglichkeiten, die digitale Vertriebskanäle nicht unmittelbar ersetzen können.

Kundinnen und Kunden können Produkte vor Ort ansehen und sich persönlich beraten lassen.

Eine KI-Gesichtsanalyse kann auf geeigneten Geräten als webbasierte oder integrierte Lösung eingesetzt werden. Die konkrete Umsetzung hängt von der technischen Infrastruktur des Händlers ab.

Denkbare Nutzungsszenarien sind:

  • Selbstbedienung: Kundinnen und Kunden führen die Gesichtsanalyse eigenständig durch.
  • Beratung mit Unterstützung: Kosmetikberaterinnen und -berater begleiten die Analyse und erläutern die Ergebnisse.
  • Kombinierte Nutzung: Die Kundschaft beginnt selbstständig und kann bei Bedarf eine persönliche Beratung hinzuziehen.

Dabei ist zu beachten, dass Skinive nicht automatisch spezielle Kiosk-Hardware, Echtzeit-Bestandsdaten, Informationen zu Regalstandorten oder ein Kassensystem bereitstellt.

Solche Funktionen hängen von den vorhandenen Systemen und Integrationen des Händlers ab.

Weitere Einzelheiten behandelt der Artikel „KI-Gesichtsanalyse im stationären Kosmetikhandel: Personalisierte Beratung am Point of Sale“.

Was sollte auf Website, App und im Geschäft einheitlich bleiben?

Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Entwicklung einer Omnichannel-Strategie betrifft die Frage, welche Elemente kanalübergreifend konsistent sein sollen.

Im Mittelpunkt stehen dabei die Grundlagen der Personalisierung.

Unterstützte Hautmerkmale

Die verwendeten Begriffe für sichtbare kosmetische Hautmerkmale sollten auf allen Kanälen verständlich und einheitlich sein.

Kundinnen und Kunden sollten nicht unterschiedliche oder widersprüchliche Beschreibungen derselben Hautmerkmale erhalten, nur weil sie den Vertriebskanal wechseln.

Kosmetische Ausrichtung

Skinive Face Scanner wurde für Kosmetik, Schönheitspflege und personalisierte Hautpflege entwickelt.

Diese Ausrichtung muss auf allen Kanälen erhalten bleiben.

Die Ergebnisse der Gesichtsanalyse dürfen nicht als medizinische Diagnosen oder Behandlungsempfehlungen dargestellt werden.

Produktinformationen

Personalisierte Empfehlungen sollten auf aktuellen Produktinformationen beruhen, die für den jeweiligen Vertriebskanal relevant sind.

Prinzipien der Produktempfehlung

Das Unternehmen sollte festlegen, nach welchen Grundsätzen die Ergebnisse der Gesichtsanalyse mit passenden Produkten verknüpft werden.

Die tatsächlich angezeigten Produkte können je nach Sortiment oder Implementierung variieren.

Die zugrunde liegende Empfehlungslogik sollte jedoch nachvollziehbar bleiben.

Einheitliche Begriffe und Markenauftritt

Kundinnen und Kunden sollten die Personalisierungsfunktion auf allen Kanälen wiedererkennen.

Dafür sind keine identischen Bildschirmansichten erforderlich.

Entscheidend ist ein konsistentes Markenerlebnis.

Was sollte an den jeweiligen Vertriebskanal angepasst werden?

Ein häufiger Fehler bei Omnichannel-Projekten besteht darin, überall dieselbe Benutzeroberfläche einsetzen zu wollen.

Die Anforderungen und Erwartungen unterscheiden sich jedoch je nach Nutzungssituation.

ElementOnlineshopMobile AppStationärer Handel
EinstiegButton oder integrierte Funktion auf der WebsiteBestandteil der mobilen BenutzerführungDigitaler Kontaktpunkt im Geschäft
NutzungskontextOnline-EinkaufMobile InteraktionProduktsuche vor Ort
Nächster SchrittRelevante Produktseiten öffnenProduktsuche oder weitere App-FunktionenPassende Produkte im Geschäft ansehen
Persönliche BeratungMeist begrenztMeist begrenztKann eine wichtige Rolle spielen
BenutzeroberflächeAuf den Onlinehandel abgestimmtFür mobile Geräte optimiertAn die Nutzung im Geschäft angepasst

Die Gesichtsanalyse kann auf allen Kanälen wiedererkennbar bleiben, während sich die Benutzerführung verändert.

Das ist sinnvoller, als dieselbe Oberfläche unverändert in jede Umgebung zu übertragen.

Eine gemeinsame Personalisierungsebene für alle Kanäle

Die Architektur einer Omnichannel-Lösung mit Gesichtsanalyse lässt sich in zwei Ebenen unterteilen.

1. Gemeinsame Personalisierungsebene

Gesichtsanalyse → Unterstützte kosmetische Hautmerkmale → Logik für personalisierte Produktempfehlungen

2. Kanalspezifische Ebene

Website | Mobile App | Stationäres Geschäft

Alle Kanäle nutzen dasselbe grundlegende Personalisierungskonzept.

Jeder Kanal bestimmt jedoch selbst, wie Kundinnen und Kunden die Funktion aufrufen, verwenden und anschließend fortfahren.

Durch diese Trennung muss die Personalisierungslogik nicht für jede Benutzeroberfläche vollständig neu entwickelt werden.

Welche Rolle spielen Produktdaten in einer Omnichannel-Strategie?

Produktinformationen können eine weitere Ursache für Inkonsistenzen zwischen Vertriebskanälen sein.

Skinive Face Scanner kann mit dem bestehenden Hautpflege-Produktkatalog einer Kosmetikmarke oder eines Händlers verbunden werden.

Die Produktdaten lassen sich im CSV- oder XML-Format bereitstellen.

Mindestens erforderlich sind:

  • Produktname
  • Produktbeschreibung
  • Inhaltsstoffe
  • Preis
  • URL der Produktseite

Die Synchronisierung des Produktkatalogs ist unbegrenzt möglich.

Für ein Omnichannel-Unternehmen ist der Skinive-Produktkatalog allerdings nur ein Bestandteil der gesamten Handelsinfrastruktur.

Länderspezifische Sortimente, Warenverfügbarkeit in einzelnen Geschäften, lokalisierte Produktinformationen, Preise und weitere betriebliche Daten können von den eigenen Systemen des Händlers abhängen.

Wie Produktinformationen und Kundensignale miteinander verknüpft werden, erläutert der Artikel „KI-gestütztes Empfehlungssystem für Kosmetik- und Hautpflegemarken“.

Von der Gesichtsanalyse zur kanalspezifischen Produktempfehlung

Der grundlegende Ablauf kann auf allen Kanälen gleich bleiben:

Gesichtsbilder → Sichtbare kosmetische Hautmerkmale → Passende Produktempfehlungen

Der nächste Schritt richtet sich danach, wo sich die Kundin oder der Kunde befindet.

Auf der Website

Die Analyse kann direkt zu relevanten Produktseiten oder einer personalisierten Produktauswahl führen.

In einer mobilen Anwendung

Die Kundschaft kann innerhalb der App weitere Produkte entdecken oder zum Onlineshop des Unternehmens weitergeleitet werden.

Im stationären Geschäft

Die Ergebnisse können als Ausgangspunkt für die selbstständige Produktsuche oder eine persönliche Kosmetikberatung dienen.

Daraus ergibt sich das zentrale Omnichannel-Prinzip:

Die Personalisierungslogik bleibt einheitlich, während die anschließende Handlung an den jeweiligen Kanal angepasst wird.

Müssen Kundinnen und Kunden ihre Analyse zwischen verschiedenen Kanälen fortsetzen können?

Nein.

Diese Unterscheidung ist wichtig.

Eine Omnichannel-Strategie mit KI-Gesichtsanalyse kann bereits dann einen Mehrwert bieten, wenn Kundinnen und Kunden ihre Analyseergebnisse nicht von einem Kanal auf einen anderen übertragen.

Ein Händler kann beispielsweise auf seiner Website und im stationären Geschäft dieselbe Technologie, dieselben Begriffe für Hautmerkmale und dieselben Personalisierungsprinzipien verwenden.

Dafür müssen die Kundendaten nicht zwingend miteinander verknüpft werden.

Kanalübergreifend einheitlich sein können:

  • Die Face-Scanner-Technologie
  • Die unterstützten kosmetischen Hautmerkmale und deren Bezeichnungen
  • Die Produktinformationen
  • Die Grundsätze der Produktempfehlung
  • Der Markenauftritt

So entsteht ein konsistentes Kundenerlebnis, ohne dass eine dauerhafte kanalübergreifende Datenspeicherung erforderlich ist.

Wann ist eine kanalübergreifende Fortsetzung der Customer Journey sinnvoll?

Eine stärker vernetzte Lösung kann hilfreich sein, wenn Kundinnen und Kunden tatsächlich davon profitieren, ihre Produktsuche auf einem anderen Kanal fortzusetzen.

Beispielsweise könnte ein Unternehmen ermöglichen, nach einer Beratung im Geschäft die passenden Produkte später online anzusehen.

Eine solche Funktion sollte jedoch auf einem konkreten Kundenbedürfnis beruhen.

Nicht jede Interaktion muss automatisch gespeichert oder einem Kundenkonto zugeordnet werden.

Vor der Einführung einer kanalübergreifenden Datenspeicherung sollten Unternehmen klären:

  • Welche Informationen sollen zwischen den Kanälen übertragen werden?
  • Welchen konkreten Vorteil bietet dies der Kundschaft?
  • Welche Systeme sind dafür erforderlich?
  • Ist eine eindeutige Kundenidentifikation notwendig?
  • Welche Einwilligungen und Datenschutzanforderungen gelten?
  • Wie lange müssen die Informationen gespeichert werden?

Skinive Face Scanner sollte nicht als Lösung dargestellt werden, die automatisch eine kanalübergreifende Kundenidentifikation, Kontosynchronisierung oder dauerhafte Speicherung früherer Gesichtsanalyse-Ergebnisse bereitstellt.

Solche Funktionen hängen von der konkreten Implementierung ab.

Vier mögliche Omnichannel-Szenarien für die KI-Gesichtsanalyse

Es gibt nicht nur einen richtigen Weg, eine KI-Gesichtsanalyse kanalübergreifend einzusetzen.

1. Vom Onlineshop ins stationäre Geschäft

Eine Kundin beginnt ihre personalisierte Produktsuche online und begegnet später derselben Gesichtsanalyse im Geschäft.

Beide Erlebnisse können aufeinander abgestimmt sein, ohne dass das ursprüngliche Analyseergebnis übertragen werden muss.

2. Vom Geschäft zum Online-Einkauf

Auf eine persönliche Kosmetikberatung kann eine digitale Produktsuche folgen, sofern der Händler einen entsprechenden Übergang eingerichtet hat.

Entscheidend ist, dass die Informationen zu Hautpflege und Produkten konsistent bleiben.

3. Von der mobilen App zum Onlineshop

Eine mobile Gesichtsanalyse kann Kundinnen und Kunden zur weiteren Produktsuche in den Onlineshop des Händlers führen.

4. Unabhängige, aber einheitliche Vertriebskanäle

Website, App und stationäres Geschäft können unabhängig voneinander funktionieren und dennoch dieselbe Gesichtsanalyse, Terminologie und Personalisierungslogik verwenden.

Dies ist häufig die einfachste Form einer Omnichannel-Implementierung.

Eine kanalübergreifende Verknüpfung der Kundenidentität ist dafür nicht erforderlich.

Gemeinsame Technologie bedeutet nicht identische Benutzerführung

Eine einheitliche Personalisierungstechnologie kann Unterschiede zwischen den Kanälen reduzieren.

Sie ersetzt jedoch nicht die Entwicklung einer passenden Benutzerführung.

Wer im Onlineshop einkauft, benötigt möglicherweise einen möglichst direkten Weg zu relevanten Produkten.

In einer mobilen App ist eine kompakte, auf kleinere Bildschirme abgestimmte Bedienung wichtig.

Im stationären Geschäft muss die Gesichtsanalyse in eine Beratung oder einen leicht verständlichen Selbstbedienungsprozess passen.

Deshalb sollte die Frage nicht lauten:

Wie können wir dieselbe Face-Scanner-Oberfläche überall einsetzen?

Sondern:

Welche Elemente sollten auf allen Kanälen gleich bleiben, und welche müssen an die jeweilige Nutzungssituation angepasst werden?

Wie kann eine Omnichannel-Gesichtsanalyse die Kosmetikberatung unterstützen?

Der stationäre Handel ergänzt die digitale Personalisierung um den persönlichen Kontakt.

Eine KI-Gesichtsanalyse kann unterstützte sichtbare kosmetische Hautmerkmale auswerten.

Kosmetikberaterinnen und -berater können dagegen zusätzliche Informationen berücksichtigen, die sich nicht allein aus Gesichtsbildern ableiten lassen.

Je nach Beratungsprozess können sie:

  • Die Funktionsweise der Gesichtsanalyse erklären
  • Kundinnen und Kunden bei der Aufnahme der Gesichtsbilder unterstützen
  • Die kosmetischen Analyseergebnisse besprechen
  • Nach persönlichen Hautpflegepräferenzen fragen
  • Die Auswahl passender Produkte eingrenzen
  • Die Beratung anhand des tatsächlich verfügbaren Sortiments fortsetzen

Die Gesichtsanalyse muss die persönliche Kosmetikberatung also nicht ersetzen.

Sie kann vielmehr als zusätzliche, strukturierte Informationsquelle dienen.

Wie lässt sich der Erfolg einer Omnichannel-Gesichtsanalyse messen?

Bei der Erfolgsmessung sollten zunächst zwei unterschiedliche Fragen betrachtet werden:

Wie gut funktioniert die Gesichtsanalyse auf jedem einzelnen Kanal?

Und:

In welchem Umfang setzen Kundinnen und Kunden ihre Customer Journey kanalübergreifend fort?

Diese beiden Fragen erfordern unterschiedliche Daten.

Skinive stellt im Dashboard folgende Kennzahlen bereit:

  • Hautanalysen (Scans)
  • Nutzer
  • Produktklicks
  • Verkaufs-Conversions

Weitere Kennzahlen hängen von den Analyse- und Handelssystemen des jeweiligen Unternehmens ab, beispielsweise von Webanalyse, App-Analytics, CRM, Treueprogrammen oder Kassensystemen.

AnalyseebeneBeispielhafte Fragestellung
GesichtsanalyseWie häufig wird der Face Scanner genutzt?
E-CommerceWas geschieht nach der Interaktion mit personalisierten Produktempfehlungen?
Mobile AppWie nutzen Kundinnen und Kunden die mobile Anwendung rund um die Gesichtsanalyse?
Stationärer HandelWie wird die Gesichtsanalyse in den Beratungs- und Einkaufsprozess integriert?
KanalübergreifendWechseln Kundinnen und Kunden zu einem anderen Kontaktpunkt, sofern dies zuverlässig messbar ist?

Eine kanalübergreifende Zuordnung von Kundenaktivitäten sollte nur dann vorgenommen werden, wenn die verfügbaren Daten dies tatsächlich ermöglichen.

Kanalübergreifende Erfolgsmessung ohne falsche Zuordnung

Omnichannel-Analysen können leicht zu irreführenden Schlussfolgerungen führen.

Eine Kundin kann beispielsweise eine Gesichtsanalyse online durchführen und später im Geschäft einkaufen, ohne dass das Unternehmen beide Vorgänge zuverlässig miteinander verknüpfen kann.

Deshalb sollten zwei Fälle unterschieden werden.

Nachweisbare Fortsetzung der Customer Journey

Die Aktivitäten auf verschiedenen Kanälen lassen sich zuverlässig miteinander verbinden.

Vermutete Fortsetzung der Customer Journey

Zwei Aktivitäten könnten zum selben Einkaufsprozess gehören, können aber nicht eindeutig zugeordnet werden.

Dieser Unterschied ist insbesondere bei der Bewertung des wirtschaftlichen Erfolgs wichtig.

Eine Omnichannel-Strategie kann auch dann sinnvoll sein, wenn nicht jeder Kanalwechsel einer bestimmten Person zugeordnet werden kann.

Datenschutz und Datenminimierung über mehrere Kanäle hinweg

Wer mehrere Vertriebskanäle miteinander verbindet, muss möglicherweise zusätzliche Anforderungen an den Umgang mit Kundendaten berücksichtigen.

Unternehmen sollten die für ihre Implementierung geltenden Vorgaben prüfen, insbesondere zu:

  • Einwilligung
  • Datenverarbeitung
  • Datenspeicherung
  • Aufbewahrungsfristen
  • Datensicherheit
  • Anwendbaren Datenschutzvorschriften

Ein wichtiger Grundsatz ist die Datenminimierung.

Kanalübergreifende Informationen sollten nicht allein deshalb dauerhaft gespeichert werden, weil dies technisch möglich ist.

Stattdessen sollte zunächst festgelegt werden, welche Daten für das gewünschte Kundenerlebnis tatsächlich erforderlich sind.

Unabhängige, aber einheitlich gestaltete Kanäle können einen großen Teil der Vorteile einer Omnichannel-Strategie bieten, ohne eine komplexe Verknüpfung von Kundenidentitäten vorauszusetzen.

Wie unterstützt Skinive eine Omnichannel-Strategie im Kosmetikhandel?

Skinive stellt verschiedene Komponenten bereit, mit denen sich eine KI-Gesichtsanalyse in unterschiedliche digitale und stationäre Kontaktpunkte integrieren lässt.

FunktionSkinive Face Scanner
Aufnahme der GesichtsbilderVorderansicht, linke und rechte Seitenansicht
Kosmetische HautanalyseMehrere unterstützte sichtbare Hautmerkmale
ProduktkatalogCSV oder XML
Erforderliche ProduktdatenName, Beschreibung, Inhaltsstoffe, Preis, URL der Produktseite
KatalogsynchronisierungUnbegrenzt
Web-WidgetVerfügbar; Einrichtung in etwa fünf Minuten möglich
Web-SDKVerfügbar
APIVerfügbar
Natives iOS-SDKGeplant
Natives Android-SDKGeplant
Dashboard-AnalysenHautanalysen, Nutzer, Produktklicks, Verkaufs-Conversions

Die konkrete technische Architektur hängt vom Unternehmen und den eingesetzten Vertriebskanälen ab.

Schritt für Schritt zur Omnichannel-Strategie mit KI-Gesichtsanalyse

Eine Omnichannel-Lösung muss nicht gleichzeitig auf allen Kanälen eingeführt werden.

Eine schrittweise Umsetzung erleichtert es, das Kundenerlebnis zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.

1. Mit einem konkreten Kundenproblem beginnen

Wählen Sie zunächst eine klar definierte Herausforderung.

Beispielsweise könnte die Gesichtsanalyse Kundinnen und Kunden dabei helfen, sich in einem umfangreichen Online-Sortiment an Hautpflegeprodukten zurechtzufinden.

2. Eine gemeinsame Personalisierungslogik festlegen

Definieren Sie die unterstützten kosmetischen Hautmerkmale, Produktinformationen und Empfehlungsprinzipien, die auch auf anderen Kanälen gelten sollen.

3. Den ersten Vertriebskanal optimieren

Untersuchen Sie, wie Kundinnen und Kunden die Gesichtsanalyse starten, abschließen und anschließend mit Produkten interagieren.

4. Wiederverwendbare Komponenten identifizieren

Trennen Sie die grundlegende Personalisierungslogik von den Elementen der Benutzeroberfläche, die ausschließlich für den ersten Kanal entwickelt wurden.

5. Einen zweiten Kanal hinzufügen

Übertragen Sie das gemeinsame Konzept auf eine mobile Anwendung oder den stationären Handel.

Passen Sie die Benutzerführung an, anstatt die ursprüngliche Oberfläche einfach zu kopieren.

6. Prüfen, ob eine kanalübergreifende Kundenidentifikation notwendig ist

Klären Sie, ob Kundinnen und Kunden tatsächlich gespeicherte oder verknüpfte Informationen zwischen den Kanälen benötigen.

Falls nicht, kann die technische Architektur einfacher bleiben.

7. Die Kanäle zunächst einzeln auswerten

Analysieren Sie die Nutzung und das Verhalten auf jedem Kanal, bevor Sie umfassende kanalübergreifende Schlussfolgerungen ziehen.

8. Kanalwechsel nur bei zuverlässiger Datenlage messen

Erweitern Sie die Erfolgsmessung um kanalübergreifende Aktivitäten, wenn die vorhandenen Systeme eine belastbare Zuordnung ermöglichen.

9. Auf Grundlage der Ergebnisse skalieren

Erweitern Sie die Lösung auf weitere Märkte, Geschäfte oder Anwendungsfälle, sobald die bisherigen Ergebnisse und Abläufe ausreichend verstanden sind.

Häufige Fehler bei der Omnichannel-Personalisierung

Auf allen Kanälen dieselbe Benutzeroberfläche verwenden

Einheitlichkeit bedeutet nicht, dass alle Anwendungen identisch sein müssen.

Die Personalisierungslogik für jeden Kanal separat entwickeln

Unterschiedliche Begriffe und Empfehlungsprinzipien können zu widersprüchlichen Kundenerlebnissen führen.

Davon ausgehen, dass Omnichannel eine dauerhafte Kundenverfolgung erfordert

Ein konsistentes Einkaufserlebnis ist auch ohne eine kanalübergreifende Speicherung der Kundenidentität möglich.

Produktinformationen auf allen Kanälen als identisch betrachten

Je nach Markt, Vertriebskanal und Geschäft können zusätzliche Informationen erforderlich sein, die außerhalb von Skinive verwaltet werden.

Alle Kanäle gleichzeitig einführen

Eine parallele Einführung erschwert es, den Erfolg einzelner Funktionen und Prozesse zu bewerten.

Kanalübergreifende Conversions ohne ausreichende Daten zuordnen

Ein Zusammenhang zwischen verschiedenen Kundenaktivitäten sollte nur behauptet werden, wenn er zuverlässig nachgewiesen werden kann.

Kosmetische Personalisierung mit medizinischer Diagnostik verwechseln

Skinive Face Scanner ist für Kosmetik, Schönheitspflege und personalisierte Hautpflege vorgesehen – nicht für die Diagnose von Hauterkrankungen oder medizinische Behandlungen.

Weiterführende Artikel

Eine einheitliche KI-Hautanalyse für alle Ihre Vertriebskanäle

Nutzen Sie die KI-gestützte Gesichtsanalyse und Ihren eigenen Hautpflege-Produktkatalog, um Kundinnen und Kunden auf Website, App und im stationären Handel ein konsistentes, personalisiertes Einkaufserlebnis zu bieten.