Allergische Urtikaria ist eine Erkrankung, bei der plötzlich stark juckende, geschwollene Hautquaddeln auftreten, die an Insektenstiche oder Brennnesselquaddeln erinnern.
Die Hauptsymptome sind schnell auftretende Quaddeln, Juckreiz und Hautrötung. Diese Veränderungen können innerhalb von Stunden oder Tagen wieder verschwinden und an anderen Körperstellen erneut auftreten. Die Erkrankung ist nicht ansteckend und kann nicht durch Kontakt übertragen werden.
Urtikaria entsteht als Reaktion des Immunsystems auf ein Allergen oder andere auslösende Faktoren. In den meisten Fällen ist die Erkrankung gut behandelbar, insbesondere bei rechtzeitiger ärztlicher Abklärung.
Was tun bei Verdacht auf allergische Urtikaria
Wenn plötzlich juckende Quaddeln auf der Haut auftreten, sollte ein Arzt aufgesucht werden – in der Regel ein Dermatologe oder Allergologe.
Der erste Schritt ist die Abklärung der Beschwerden und die Suche nach möglichen Auslösern. Der Arzt fragt nach:
- kürzlichem Kontakt mit Allergenen
- neuen Medikamenten
- möglichen Auslösern im Alltag
Wenn zusätzlich Schwellungen im Gesicht, an den Lippen oder Atembeschwerden auftreten, ist eine sofortige medizinische Notfallversorgung erforderlich. Dies kann auf eine schwere allergische Reaktion hinweisen.
Die Symptome sollten nicht ignoriert und nicht ausschließlich selbst behandelt werden. Auch wenn die Quaddeln von selbst verschwinden, ist es wichtig, den Auslöser zu identifizieren, um Rückfälle zu vermeiden.
Erscheinungsbild
Urtikaria zeigt sich als erhabene Quaddeln mit klaren Rändern.
Die Läsionen sind meist:
- rosa oder rot
- teilweise mit hellerem Zentrum
Beim Drücken verblassen sie häufig kurzzeitig.
Der Ausschlag kann überall am Körper auftreten: Gesicht, Rumpf, Arme oder Beine. Die einzelnen Quaddeln können miteinander verschmelzen und ihre Form verändern.
Ein typisches Merkmal ist, dass die Hautveränderungen schnell verschwinden und an anderen Stellen wieder auftreten können.
Hauptsymptome
Das Hauptsymptom ist starker Juckreiz zusammen mit Quaddeln auf der Haut.
Weitere mögliche Symptome:
- Brennen oder Kribbeln
- schnelles Auftreten und Verschwinden der Hautveränderungen
- lokale Hautschwellungen
In schwereren Fällen können zusätzlich auftreten:
- Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Augenlidern
- allgemeines Krankheitsgefühl
Ursachen
Urtikaria entsteht durch eine Immunreaktion auf verschiedene Auslöser.
Bei Kontakt mit einem Trigger wird Histamin freigesetzt – eine Substanz, die Blutgefäße erweitert und Schwellungen verursacht. Vereinfacht gesagt reagiert die Haut übermäßig stark, wodurch Quaddeln entstehen.
Häufige Auslöser sind:
- Lebensmittel (z. B. Nüsse, Fisch, Eier)
- Medikamente
- Insektenstiche
- Kontakt mit Chemikalien oder Kosmetika
- physikalische Faktoren wie Kälte, Wärme, Druck oder Sonnenlicht
Manchmal kann insbesondere bei chronischer Urtikaria kein eindeutiger Auslöser gefunden werden.
Wie die Erkrankung entsteht
Nach Kontakt mit einem Auslöser werden Immunzellen in der Haut aktiviert und setzen Entzündungsstoffe frei.
Die Blutgefäße erweitern sich, ihre Durchlässigkeit steigt, und Flüssigkeit tritt ins Gewebe aus. Dadurch entstehen die typischen geschwollenen Quaddeln.
Bei manchen Menschen tritt diese Reaktion sehr schnell auf und klingt ebenso rasch wieder ab, bei anderen kann sie über längere Zeit wiederkehren.
Formen und Arten
Je nach Dauer unterscheidet man zwei Hauptformen:
- Akute Urtikaria – dauert bis zu 6 Wochen und klingt meist rasch ab
- Chronische Urtikaria – besteht länger als 6 Wochen und kann wiederholt auftreten
Die chronische Form steht manchmal im Zusammenhang mit Besonderheiten des Immunsystems oder anderen Erkrankungen.
Wann Sie einen Arzt aufsuchen sollten
Suchen Sie ärztliche Hilfe auf, wenn:
- die Quaddeln häufig auftreten oder nicht abklingen
- der Juckreiz stark ist und den Alltag beeinträchtigt
- Schwellungen im Gesicht, an Lippen oder Augenlidern auftreten
- Atembeschwerden oder Engegefühl in der Brust auftreten
- ein Zusammenhang mit Medikamenten oder Lebensmitteln vermutet wird
Zeichen einer schweren allergischen Reaktion erfordern sofortige medizinische Hilfe.
Behandlung
Die Behandlung richtet sich nach Ursache und Schwere der Erkrankung.
Ziel ist es, die Symptome zu lindern und Rückfälle zu verhindern.
Am häufigsten werden Antihistaminika eingesetzt, die Juckreiz und Schwellungen reduzieren.
Wichtig ist außerdem:
- das Erkennen und Vermeiden von Auslösern (z. B. bestimmte Lebensmittel oder Medikamente)
In komplexeren Fällen können weitere Therapien unter ärztlicher Kontrolle erforderlich sein.
Das eigenständige Absetzen oder Ändern von Medikamenten wird nicht empfohlen.
FAQ
Ist Urtikaria ansteckend?
Nein, sie ist nicht übertragbar.
Kann Urtikaria geheilt werden?
Die akute Form heilt oft vollständig aus. Die chronische Form kann meist gut kontrolliert werden.
Wie wird Urtikaria behandelt?
Mit Antihistaminika und dem Vermeiden von Auslösern. Die genaue Therapie legt der Arzt fest.
Warum kommen und gehen die Quaddeln?
Weil die Gefäßreaktion der Haut schnell einsetzt und wieder abklingen kann.
Darf man kratzen?
Nein, Kratzen verschlimmert die Reizung.
Braucht man eine spezielle Diät?
Nur wenn ein konkreter Nahrungsmittelauslöser festgestellt wurde.
Ist Urtikaria gefährlich?
Meist nicht, aber Schwellungen der Atemwege können gefährlich sein.
Was ist ein Angioödem (Quincke-Ödem)?
Eine ausgeprägte Schwellung von Haut und Schleimhäuten, die auch die Atemwege betreffen kann und ein Notfall ist.
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Medizinische Quellen
- Clinical Guidelines in Allergy and Dermatology
- American Academy of Dermatology (AAD)
- European Academy of Allergy and Clinical Immunology (EAACI)
- World Health Organization (WHO)
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