Ekzem ist eine Gruppe entzündlicher Hauterkrankungen, bei denen Rötung, Juckreiz, Trockenheit und Hautausschläge auftreten. Die Haut kann schuppig oder in manchen Fällen auch nässend sein.

Die Hauptsymptome sind starker Juckreiz, Rötung und Hautirritation, manchmal mit Bläschen oder Rissen. Ekzem ist nicht ansteckend und wird nicht von Mensch zu Mensch übertragen.

Die Erkrankung kann akut oder chronisch verlaufen, mit Phasen der Besserung und Verschlechterung. Bei vielen Betroffenen verschlimmern sich die Symptome in der kalten Jahreszeit, wenn die Haut trockener wird.

Was tun bei Verdacht

Wenn Juckreiz, Rötung, Schuppung oder Hautausschläge auftreten, sollte ein Arzt konsultiert werden.

Der erste Schritt ist die Vorstellung bei einem Dermatologen. Der Arzt beurteilt den Hautzustand und hilft, Ekzem von anderen Erkrankungen wie Psoriasis, Pilzinfektionen oder allergischer Dermatitis zu unterscheiden.

Zusätzliche Untersuchungen oder Facharztkonsile können erforderlich sein, wenn Begleiterkrankungen vermutet werden.

Es ist wichtig, die Haut nicht zu kratzen und keine beliebigen Salben oder aggressiven Produkte zu verwenden. Dies kann die Entzündung verstärken und zu Komplikationen wie Sekundärinfektionen führen.

Wie die Erkrankung aussieht

Ekzem kann unterschiedlich aussehen, meist zeigt es sich jedoch als gerötete Hautareale mit Schuppung und Kratzspuren.

Bei akuten Entzündungen können kleine Bläschen mit Flüssigkeit auftreten. Nach dem Aufplatzen wird die Haut nässend und bildet anschließend Krusten.

Bei chronischem Verlauf wird die Haut verdickt, rau und zeigt ausgeprägte Schuppung sowie Risse.

Die Ausschläge können im Gesicht, an Händen, Beinen, Hautfalten und anderen Körperstellen auftreten. Das Erscheinungsbild kann sich im Verlauf verändern.

Hauptsymptome

Das Hauptsymptom ist Juckreiz, der stark sein und den Alltag beeinträchtigen kann.

Typisch sind außerdem:

  • Rötung der Haut
  • Trockenheit und Schuppung
  • Bläschen oder nässende Stellen
  • Risse und Schmerzen
  • verdickte Haut bei längerem Verlauf

Durch Kratzen wird die Haut leicht verletzt, was Infektionen begünstigen kann.

Ursachen der Erkrankung

Ekzem entsteht durch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.

Hauptursachen:

  • innere Faktoren — genetische Veranlagung, Besonderheiten des Immunsystems, gestörte Hautbarriere (verminderte Feuchtigkeitsspeicherung und erhöhte Empfindlichkeit)
  • äußere Faktoren — Stress, Kontakt mit Reizstoffen, Klima, Infektionen und Begleiterkrankungen

Oft entsteht die Erkrankung durch eine Kombination mehrerer Auslöser.

Wie die Erkrankung entsteht

Ekzem basiert auf einer Entzündung der Haut und einer Störung der Hautschutzbarriere.

Die Haut verliert Feuchtigkeit, wird trocken und empfindlich. Das Immunsystem reagiert übermäßig stark auf Reize, was zu Entzündung führt.

Juckreiz verschlimmert den Zustand zusätzlich: Kratzen schädigt die Haut weiter und verstärkt die Entzündung.

Formen und Arten

Es gibt mehrere Ekzemformen mit unterschiedlichen Ursachen und Erscheinungsbildern.

Häufige Formen:

  • echtes Ekzem — mit starkem Juckreiz, Bläschen und chronischem Verlauf
  • seborrhoisches Ekzem — in talgreichen Arealen (Kopfhaut, Gesicht)
  • dyshidrotisches Ekzem — an Handflächen und Fußsohlen mit Bläschen und Brennen
  • mikrobielles Ekzem — um Wunden oder geschädigte Haut
  • variköses Ekzem — an den Beinen bei Durchblutungsstörungen
  • berufsbedingtes Ekzem — durch Kontakt mit chemischen Substanzen

Trotz unterschiedlicher Formen sind Entzündung, Juckreiz und Hautschädigung gemeinsam.

Wann zum Arzt

Ein Arzt sollte aufgesucht werden, wenn:

  • der Juckreiz stark ist und den Alltag beeinträchtigt
  • sich der Ausschlag ausbreitet oder nicht bessert
  • Risse, Nässen oder Infektionszeichen auftreten
  • Schübe häufig wiederkehren
  • Selbstpflege keine Besserung bringt

Frühe Behandlung hilft, die Erkrankung schneller zu kontrollieren.

Behandlung

Ekzem ist eine chronische Erkrankung, kann jedoch in den meisten Fällen gut kontrolliert werden.

Die Behandlung zielt darauf ab, Entzündungen zu reduzieren, die Hautbarriere zu stärken und Auslöser zu vermeiden.

Häufig werden topische Cremes und Salben eingesetzt, um Entzündungen zu lindern und die Hautheilung zu unterstützen.

Wichtige Hautpflege:

  • regelmäßige Feuchtigkeitsversorgung
  • milde Reinigungsprodukte
  • Schutz vor Reizstoffen

Falls erforderlich, kann der Arzt zusätzliche Behandlungen, einschließlich systemischer Therapie, verschreiben.

Es ist wichtig, Auslöser wie Stress, Chemikalien oder Grunderkrankungen zu erkennen und zu vermeiden.

Die Behandlung ist individuell und die Einhaltung der ärztlichen Empfehlungen verbessert die langfristige Kontrolle.

Fragen und Antworten

Ist Ekzem ansteckend?

Nein, Ekzem ist nicht ansteckend und kann nicht von Mensch zu Mensch übertragen werden.

Kann Ekzem vollständig geheilt werden?

Nicht immer, aber in den meisten Fällen kann es gut kontrolliert werden.

Wie wird Ekzem behandelt?

Mit Hautpflege, topischen Medikamenten und Vermeidung von Auslösern unter ärztlicher Kontrolle.

Warum verschlimmert sich Ekzem im Winter?

Kaltes und trockenes Wetter reduziert die Hautfeuchtigkeit und verschlimmert die Symptome.

Darf ich mit Ekzem duschen?

Ja, aber mit milden Produkten und nicht zu heißem Wasser.

Darf ich die Haut kratzen?

Nein, Kratzen verschlimmert die Entzündung und kann Infektionen verursachen.

Brauche ich eine spezielle Diät?

Nicht immer, es hängt von individuellen Auslösern ab.

Kann Ekzem von selbst verschwinden?

Manchmal bessern sich die Symptome, kehren aber ohne Pflege häufig zurück.

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Quellen

  • Klinische dermatologische Leitlinien
  • American Academy of Dermatology (AAD)
  • European Academy of Dermatology and Venereology (EADV)
  • World Health Organization (WHO)

🇩🇪 Ekzem: Diagnose und Behandlung in Deutschland

Wenn Sie Ekzem bemerken – z. B. rote, juckende, schuppende oder nässende Hautstellen, oft an Händen, Armen, Beinen oder Gesicht – sollten Sie rechtzeitig einen Hautarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann Symptome lindern, Schübe reduzieren und Hautschäden verhindern. In Deutschland können Sie einen Hautarzt über die gesetzliche Krankenversicherung (GKV), private Praxen oder Online-Dermatologie erreichen, um Ihre Haut professionell prüfen zu lassen.

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Wenn Sie eine schnellere oder ortsunabhängige Beratung bevorzugen, können Online-Konsultationen genutzt werden. Dermatologen können dabei Bilder beurteilen, Empfehlungen geben und die nächsten Schritte festlegen – ganz ohne Praxisbesuch. Mehr dazu im Artikel: Online Hautärzt Termin in Deutschland.

🇦🇹 Ekzem: Diagnose und Behandlung in Österreich

Wenn Sie Ekzem bemerken – z. B. rote, juckende, schuppende oder nässende Hautstellen, oft an Händen, Armen, Beinen oder Gesicht – sollten Sie rechtzeitig einen Hautarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann Symptome lindern, Schübe reduzieren und Hautschäden verhindern. In Österreich können Sie einen Hautarzt über die gesetzliche Krankenversicherung (ÖGK), Wahlarztpraxen oder Online-Dermatologie erreichen, um Ihre Haut professionell prüfen zu lassen.

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🇨🇭Ekzem: Diagnose und Behandlung in Schweiz

Wenn Sie Ekzem bemerken – z. B. rote, juckende, schuppende oder nässende Hautstellen, oft an Händen, Armen, Beinen oder Gesicht – sollten Sie rechtzeitig einen Hautarzt aufsuchen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung kann Symptome lindern, Schübe reduzieren und Hautschäden verhindern. In der Schweiz können Sie einen Hautarzt über die obligatorische Krankenversicherung (KVG), private Praxen oder Online-Dermatologie erreichen, um Ihre Haut professionell prüfen zu lassen.

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